Manchmal brauche ich etwas Herzhafteres zum Frühstück – ein Brot, das lange satt macht, wunderbar kernig schmeckt und das beim Backen schon die ganze Küche in ein kleines Paradies voller warmem Duft verwandelt. Genau so ein Rezept ist dieses Vollkorn Buttermilchbrot mit Sonnenblumenkernen und Chia. Der Teig fühlt sich schön samtig an, die Kruste wird herrlich rustikal und das Aroma von Vollkorn, Saaten und Buttermilch macht alles andere auf dem Tisch fast überflüssig.
Wenn du Lust hast, dein eigenes, richtig kerniges Brot zu backen – eines, das nicht austrocknet und hervorragend einfriert – probier dieses Vollkorn Buttermilchbrot. Man kann es gut durchkneten, nach Lust und Laune formen und es bleibt auch nach ein paar Tagen noch wunderbar saftig.

Warum du dieses Vollkorn Buttermilchbrot lieben wirst
Dieses Brot ist ein wahrer Alleskönner – ob als kräftiges Frühstück, als herzhafte Beilage zum Salat oder ganz klassisch abends mit Käse und Schinken. Das Vollkorn Buttermilchbrot schmeckt einfach nach echtem Brot: Voll, nussig, mit leichter Säure durch die Buttermilch und einer feinen Kruste, die beim Schneiden knuspert.
Anders als viele schnelle Brote bleibt es auch nach Tagen noch saftig und aromatisch. Die Mischung aus Dinkelvollkorn, Roggen und Weizen macht den Teig herrlich ausgewogen und die Saaten sorgen für Biss, ohne zu dominant zu werden. Selbst Einsteiger kommen hier voll auf ihre Kosten: Das Rezept verzeiht kleinere Fehler, du musst nicht stundenlang dabei stehen, und das Ergebnis schmeckt ganz sicher nach mehr.
Außerdem lässt sich das Brot ideal in Scheiben einfrieren – perfekt, wenn man nicht jeden Tag backen möchte. Ein echtes, unkompliziertes Wohlfühlbrot!
Zutatencheck für das perfekte Vollkorn Buttermilchbrot
- Buttermilch – sorgt für Saftigkeit, eine zarte Säure und diese typische, leicht cremige Krume.
- Frische Hefe – bringt den Teig zum Gehen und gibt dem Brot Lockerheit. Für eine Übernachtgare genügt auch weniger Hefe.
- Wasser – macht den Teig schön geschmeidig und verbindet alle Zutaten.
- Dinkelvollkornmehl – kräftig und leicht nussig, etwas feiner als Roggen und voller Geschmack.
- Roggenvollkornmehl – sorgt für rustikale Aromen und eine schöne, dunkle Krume.
- Weizenmehl (Type 1050) – gibt Struktur, Volumen und macht das Brot schnittfest.
- Salz – hebt alle Aromen und bringt das richtige Gleichgewicht ins Brot.
- Sonnenblumenkerne – für kernigen Biss und nussige Noten im Teig und auf der Kruste.
- Chiasamen – bringen zusätzliche Ballaststoffe und eine dezente, knackige Textur.
See the recipe card below for the full list of ingredients and measurements.
So gelingt Vollkorn Buttermilchbrot Schritt für Schritt
- Erwärme die Buttermilch zusammen mit dem Wasser leicht – nur handwarm, das fühlt sich etwa wie frische Milch an. Brösle die Hefe hinein und rühre, bis das Ganze sanft milchig und die Hefe komplett aufgelöst ist.
- Gib jetzt Dinkelvollkornmehl, Roggenvollkornmehl, Weizenmehl und Salz zur Mischung. Wenn du es gern unkompliziert magst, misch ruhig gleich alles in einer großen, robusten Schüssel. Starte mit dem Kneten – ob von Hand, mit dem Knethaken oder im Thermomix, Hauptsache du spürst irgendwann, wie der Teig langsam elastisch und geschmeidig wird.
- Lass die Saaten – Sonnenblumenkerne und Chia – langsam zum Teig rieseln. Am besten gegen Ende der Knetzeit zugeben, sodass sie gleichmäßig verteilt bleiben und nicht zerdrückt werden.
- Bedecke die Schüssel locker mit einem Küchenhandtuch. Jetzt darf der Teig in aller Ruhe ruhen, bis das Volumen sichtbar zunimmt. Gute Dinge brauchen ein bisschen Geduld, und du wirst sehen: Die Oberfläche fühlt sich danach lebendig und prall an.
- Stürze den weichen, aber formbaren Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche. Falte und ziehe ihn mehrmals, bis er sich zu einem ovalen Laib formen lässt und richtig Spannung bekommt. Deine Hände dürfen dabei ruhig etwas eingeölt sein – das verhindert Ankleben und gibt dem Brot zugleich ein hübsches Aussehen.
- Lege den Teigling in eine gut gefettete Form oder auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Schneide die Oberfläche mit einem scharfen Messer längs ein. Danach einmal mit Wasser besprühen und nach Belieben noch Saaten auf die Oberfläche streuen. Wer mag, setzt einen Deckel auf die Form.
- Jetzt geht’s ab in den kalten Ofen. So entwickelt das Vollkorn Buttermilchbrot eine richtig schön kräftige Kruste. Während es langsam bäckt, erfüllt ein nussig-warmer Duft die ganze Küche. Wer einen gusseisernen Topf nutzt, sollte diesen allerdings vorheizen und das Brot etwas kürzer backen.
- Kontrolliere nach dem Backen die Farbe der Kruste – sie sollte dunkel goldbraun sein, aber nicht zu kräftig. Für noch mehr Knusper kannst du das Brot vor dem Auskühlen ein paar Minuten ohne Deckel nachbacken. Dann direkt aus der Form nehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.
Meine erprobten Tricks für Vollkorn Buttermilchbrot
Wenn du zum ersten Mal ein Brot wie dieses backst, lohnt es sich, auf ein paar Dinge zu achten. Erstens: Achte darauf, dass die Buttermilch nicht zu heiß wird – lauwarm reicht völlig, ansonsten stirbt die Hefe und das Brot bleibt fest.
Beim Kneten lohnt sich Geduld. Nicht zu kurz, aber auch nicht endlos – sobald der Teig weich ist, nicht mehr stark klebt und sich dehnen lässt, ist er bereit. Falls er trotzdem zu klebrig erscheint, hilft etwas Mehl auf der Arbeitsfläche oder leicht geölte Hände.
Lasse dem Teig beim Gehen wirklich Zeit. Lieber etwas länger ruhen lassen, vor allem an kühleren Tagen, damit das Vollkorn Buttermilchbrot locker und nicht zu kompakt wird.
Ich stelle den Backofen gerne auf Unter- und Oberhitze, damit die Kruste schön rösche wird. Kontrolliere während der letzten Backminuten unbedingt regelmäßig die Krustenfarbe – sie kann schneller dunkel werden als bei hellem Brot.
Frisch schmeckt das Brot natürlich am besten, aber es bleibt durch die Buttermilch auch mehrere Tage saftig. Am besten einfach in ein sauberes Küchentuch wickeln und möglichst zügig verbrauchen, oder in Scheiben einfrieren.
Ideen zum Variieren und Servieren
Lust auf Abwechslung? Tausche die Sonnenblumenkerne gegen Kürbiskerne, Sesam oder Walnüsse, wenn du es noch würziger oder herbstlicher magst. Auch Leinsamen passen wunderbar als Extra im Teig oder als Topping.
Das Vollkorn Buttermilchbrot schmeckt pur schon hervorragend, aber besonders lecker ist es mit Frischkäse, Avocado, kräftigem Bergkäse oder einem pochierten Ei. Es macht auch als Begleiter zu Suppen und Salaten richtig etwas her – die herzhafte Note harmoniert zu cremigen oder würzigen Speisen.
Für Kinder kannst du die Chiasamen weglassen oder durch feinere Saaten ersetzen. Wer gern vorbackt, schneidet das Brot nach dem Abkühlen einfach in Scheiben und friert diese ein – einzeln entnehmbar und schnell getoastet wieder wie frisch gebacken.
Für die festliche Tafel funktioniert das Brot auch als kleine Brötchen geformt, oder als Basis für belegte Brote zum Brunch. Und nicht vergessen: Getoastet mit etwas Butter und einem Hauch Meersalz startest du in den perfekten Tag!
FAQs about Vollkorn Buttermilchbrot
Kann ich das Vollkorn Buttermilchbrot auch ohne Chiasamen backen?
Ja, du kannst die Chiasamen einfach weglassen oder zum Beispiel durch Leinsamen oder Sesam ersetzen. Der Biss verändert sich etwas, aber das Brot bleibt trotzdem schön saftig und aromatisch.
Wie lagere ich das Vollkorn Buttermilchbrot am besten, damit es frisch bleibt?
Um das Brot länger frisch und saftig zu halten, wickel es nach dem Auskühlen am besten in ein sauberes Tuch oder ein Brotbeutel aus Leinen. So bleibt die Krume zart, und die Kruste wird nicht zu weich wie in Plastik.
Lässt sich Vollkorn Buttermilchbrot einfrieren?
Auf jeden Fall! Am besten schneidest du das vollständig abgekühlte Brot in Scheiben und frierst sie portionsweise ein. So kannst du einzelne Scheiben nach Bedarf auftauen und kurz toasten – schmeckt dann fast wie frisch aus dem Ofen.
Was macht das Vollkorn Buttermilchbrot besonders saftig?
Die Kombination aus Vollkornmehl und Buttermilch verleiht dem Brot eine tolle Feuchtigkeit und verhindert, dass es schnell austrocknet. Wenn du dazu noch Kerne im Teig hast, bleibt es auch nach ein paar Tagen noch angenehm weich und aromatisch.
Ob als Mittelpunkt der Brotzeit oder als Begleiter zur warmen Suppe – dieses Vollkorn Buttermilchbrot bringt jedes Mal echtes Bäcker-Feeling in deine Küche. Wenn das Messer durch die knusprige Kruste gleitet und der Duft von gerösteten Saaten aufsteigt, weißt du: So schmeckt Wohlfühlen, Scheibe für Scheibe. Probier es selbst und gönn dir diesen kleinen Alltagsluxus!
Noch mehr leckere Rezepte
- Erdbeer Zimt Schnecken: Diese süßen Schnecken sind perfekt für ein herzhaftes Frühstück und passen wunderbar zur rustikalen Note des Buttermilchbrots.
- Veganer Karottenkuchen: Mit seinen nussigen Aromen und der Saftigkeit der Karotten bringt dieser Kuchen eine ähnliche Textur mit sich und ist ein schöner Begleiter zum Brot.
- Pizza Muffins: Diese herzhaften Muffins sind schnell gemacht und bieten eine tolle Kombination aus Geschmack und Sättigung, ähnlich wie das Vollkorn Buttermilchbrot.

Zutaten
Method
- Buttermilch, Wasser und Hefe in den Mixtopf geben und 3 Minuten / 37 Grad / Stufe 1 auflösen.
- Danach alle anderen Zutaten (bis auf die Saaten) hinzugeben und 6 Minuten / Knetstufe verarbeiten.
- Nach ca. 4 Minuten nach und nach die Kerne nach und nach durch den Mixtopfdeckel rieseln lassen.
- In eine Schüssel umfüllen, abdecken und 1,5 Stunden gehen lassen.
- Den Teig nach der Gehzeit auf eine bemehlte Arbeitsfläche fallen lassen, mehrere Male (bestenfalls mit eingeölten Fingern) falten und zu einem ovalen Laib formen.
- Diesen in eine gefettete Form geben, einschneiden, mit Wasser besprühen, Saaten darüber streuen und Deckel aufsetzen.
- Im kalten Backofen bei 240 Grad O/U-Hitze ca. 45-50 Minuten auf unterster Schiene backen. Wenn Du in gusseisernen Töpfen backst, musst du diese vorheizen und die Backzeit entsprechend verkürzen.
- Deckel entfernen und nochmals 5-10 Minuten ohne Deckel backen. Sichtkontakt halten, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird. Aus der Form nehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.
